Offener Brief an den ASV

30. August 2016 : und all die guten Seelen, die ehrenamtlich die Pegnitzer Zeltkirchweih ausrichten

Lieber Günter,
Liebe Bettina, lieber Roland, lieber Hans
und all die anderen "Anpacker"!
 
Pegnitz ist stolz auf Euch! Pegnitz sagt DANKE!
 
Mit Bravour und Ausdauer, Freundlichkeit und Fröhlichkeit, Können und Routine, immer wieder neuen nachwachsende Kräften, neuen Programmimpulsen, oder vermeintlich ganz profan: einem neuen Zeltfußboden, leckerem Essen und ich sage ausdrücklich auch vernünftigen Preisen habt ihr in der Hochsommerzeit auch der Pegnitzer Stadtgesellschaft wieder einen Hochsommer beschert.
 
Durch Euren Kraftakt darf Pegnitz Kirchweih feiern, eine ganze Woche lang, mit all dem anderen was dazu gehört: Rückbesinnung durch den Kirchweihgottesdienst auf den Ursprung des Festes, nämlich die Weihe der Kirche und damit den Stellenwert von Glaube und Gemeinschaft der von den Kirchen ausgehend unsere Stadtgesellschaft beseelt, aber auch den Umzug durch die Stadt mit dem Kirwabaum, gesäumt von vielen vielen Zuschauern, die größte Pegnitzer Afterworkparty, dem Seniorenabend, gelebte Tradition durch den Kirchweihmarkt am Sonntag, bei vielen Arbeitgebern freier Nachmittag am Montag und vieles mehr. Ihr habt das geleistet, im Ehrenamt, freiwillig in Eurer Freizeit - für Euren Verein und für diese Stadt!
 
Und wenn ich sage "mit allen was dazu gehört", dann will ich diese Gedanken noch folgendermaßen ergänzen: Durch Eure Leistung durch Euer Angebot können wir in Pegnitz, wie durch wenig andere Ereignisse einen gemeinschaftlichen und gesellschaftlichen Mehrwert für unsere Stadt erleben. Neben all der harten Arbeit, die unsere Bevölkerung gewohnt ist und leistet, braucht es Orte und Zeiten der Zusammenkunft, der Ausgelassenheit, des Gespräches, der Heiterkeit, der Fröhlichkeit, der Geselligkeit und des Genusses. Das schafft Gemeinschaft und Zusammenhalt, die wir so dringend brauchen.
 
Wenn es nun eine Hand voll Nörgler und Kritiker gibt, insbesondere in Facebook und hochgespült durch die schreibende Zunft, dann lasst Euch davon von Eurem guten Werk nicht abbringen. Das eine ist eine unglückliche Form von Journalismus, der sich nicht durchsetzen wird, und darauf setzt, Einzelmeinungen aus Facebook als den großen gesellschaftlichen Trend darzustellen und für Aufregung und Sensation zu sorgen. Das andere ist ein Medium in dem jeder Heckenschütze mit offenem oder verschlossenen Visier seine Meinung äußern kann und ein Podium bekommt. Alles nicht repräsentativ. Facebook & Co sind keine geeigneten Beurteilungsmaßstäbe. Doch sie haben eines gemein, und das tut so weh: Sie treten mit dem entgegengesetzten Geist an, als der, der bei Euch in der Durchführung der Kirchweih wirkt. Sie wollen nörgeln und spalten damit. Ihr dagegen sorgt für Zusammenhalt und eine Beseelung der Stadtgesellschaft!
 
Motzen und Nörgeln ist in Mode gekommen und scheint durch die öffentliche und mediale Aufmerksamkeit, die es bekommt, hip zu sein. Unsere Betriebe, Vereine, Kirchengemeinden oder Stadtgesellschaften sind aber nur durch die Förderung von Gemeinschaft und Zusammenhalt stark und erfolgreich geworden. Das lebt ihr beispielhaft vor. Das lebt Ihr erfolgreich. Das ist für uns so wichtig als Gesellschaft und dafür danken wir Euch.
 
Seid Euch gewiss. Die anderen 14.000 Menschen dieser Stadt stehen hinter Euch, danken Euch und sind stolz auf Euch.
 
Herzlichst
Euer Uwe Raab